Stop-Loss
Also known as: stop loss, loss limit
Ein vorher festgelegtes Verlustlimit für eine Session, das, sobald es erreicht ist, das Spiel beendet – ein Disziplin-Tool gegen Tilt, kein EV-Tool.
Ein Stop-Loss ist eine Regel, die du bevor du dich an den Tisch setzt, festlegst: „Wenn ich X Buy-ins verloren habe, höre ich für heute auf.“ Er existiert aus einem Grund – um den Schaden durch Tilt und Müdigkeit zu begrenzen, die Phasen, in denen deine Entscheidungsqualität unbemerkt sinkt.
Sei dir klar darüber, was es ist und was nicht. Für sich betrachtet ist jede Hand unabhängig, und ein Stop-Loss hat keinen EV-Effekt – Chips „erinnern“ sich nicht daran, dass du verloren hast. Die Begründung ist rein verhaltensbasiert: Die Gewinnrate der meisten Spieler sinkt tatsächlich, nachdem sie ein paar Stacks verloren haben (Tilt, loose Calls, Revenge-Jamming), sodass die marginalen Hände jenseits des Limits mit einer schlechteren Rate gespielt werden. Diese zu streichen ist +EV für diesen Spieler.
Praktische Hinweise:
- Lege es in Buy-ins fest, z.B. 3–5 bi für Cash Games, und halte dich mechanisch daran.
- Kombiniere es mit einem Stop-Win oder einer Zeitbegrenzung, wenn du merkst, dass du Gewinne in langen Sessions spät wieder abgibst.
- Ein Stop-Loss ist keine Downswing-Heilung – es verwaltet eine einzelne Session; Bankroll-Regeln verwalten die Karriere.
Wenn du beim Verlieren tatsächlich dein A-Game spielst (selten und es lohnt sich, dies mit einem Hand Tracker zu überprüfen), kostet dich ein Stop-Loss ein wenig EV. Für alle anderen ist es eine günstige Versicherung gegen dein schlechtestes Selbst.
Example
Ein 200NL Reg setzt einen 4-Buy-in ($800) Stop-Loss fest. Drei Buy-ins tief in einer brutalen Session bemerkt er, wie er float-calling rivers light. Der vierte Stack ist weg und die Regel greift – er loggt sich aus. Die Hände, die er nicht gespielt hat, wären auf einer getilteten, unterdurchschnittlichen Rate gewesen, daher war das Aufhören die höhere EV-Linie speziell für ihn.