Shot Taking
Also known as: taking a shot, shot-taking, moving up
Vorübergehend das Spielen auf einem Limit, das über dem Komfortlevel deines Bankrolls liegt, mit einer vorher festgelegten Abstiegsregel, falls es schlecht läuft.
Ein Shot ist ein kontrolliertes Experiment: Du spielst ein Level höher, als es dein Bankroll streng genommen erlaubt, um die Spiele zu testen und Komfort aufzubauen, während du das Abwärtsrisiko im Voraus begrenzt.
Das Ganze steht und fällt mit Regeln, die du festlegst, bevor du dich an den Tisch setzt:
- Ein Verlustbudget. Lege eine feste Anzahl von Buy-ins für den Shot fest – üblicherweise 3–5 Buy-ins. Verlierst du diese, gehst du sofort wieder runter, keine Neuverhandlung mitten im Tilt.
- Ein Erfolgs-Trigger. Entscheide im Voraus, was „es hat funktioniert“ bedeutet – z.B. einen Roll erreichen, der deine normale Buy-in-Anzahl für das neue Limit erfüllt.
- Spieltisch-Auswahl. Nimm Shots, wenn das höhere Spiel soft ist, nicht nur weil du gerade einen Hot Run hast. Ein Shot an einem Tisch voller Regs ist Glücksspiel; ein Shot am Tisch eines Whale ist +EV.
Shot Taking ist der Weg, wie du schneller aufsteigen kannst, als es die reine 30-Buy-ins-Regel zum Aufstieg erlaubt, ohne dabei den gesamten Roll zu exponieren. Das Fehlermuster ist der schleichende Übergang: einen Shot nehmen, das Budget verlieren und nicht wieder absteigen – das ist kein Shot, das ist Over-rolled-down spielen und lädt zum risk of ruin ein. Protokolliere jeden Shot im Bankroll Tracker, damit die Regel durch Daten und nicht durch Stimmungen durchgesetzt wird.
Example
Ein 100NL Reg mit einem $3.000 Roll möchte 200NL testen. Er reserviert 3 Buy-ins ($600) und wartet auf einen Tisch mit einem bekannten, tief gestackten Recreational Player. Regel: Wenn die $600 weg sind, zurück zu 100NL, bis der Roll $4.000 erreicht; wenn er $600 im Plus ist, wird der Shot permanent. So oder so sind die restlichen $2.400 seines Rolls niemals dem 200NL-Risiko ausgesetzt.