Linear Range

Also known as: linear, depolarized range, value range, top-down range

Eine Top-Down-Range der stärksten Hände nach Equity, ohne Bluffs beigemischt – jede Hand möchte weiterspielen.

Ein Linear Range (auch depolarisiert genannt) nimmt die besten Hände nach roher Equity von oben nach unten, ohne schwache Bluff-Komponente. Jede Hand darin ist froh, Geld in den Pot zu bekommen – die Range ist gleichmäßig stark bis ordentlich, anstatt in Value und Air aufgeteilt zu sein wie eine Polarized Range.

Der lineare Aufbau ist korrekt, wenn du einen Vorteil in roher Equity hast und Value und Protection anstelle von Fold Equity durch Schrott möchtest. Das Lehrbuch-Beispiel Preflop ist eine In-Position 3-bet (z.B. BTN vs CO): Du 3-bettest eine kleinere Größe mit QQ+/AK und starken, aber dominierenden Händen wie AQ, AJs, KQs und mittleren Paaren, denn in Position realisieren diese Hände ihre Equity gut als Raise und müssen nicht auf einen Flat reduziert werden. Steal und RFI Ranges in später Position sind ebenfalls im Wesentlichen linear – du eröffnest jede Hand mit genügend Equity und Spielbarkeit, keinen absichtlichen Müll.

Der Unterschied zu einer Merged Range ist subtil: Linear ist rein Top-Down nach Equity, während Merged Value-Combos und Thin Value gegenüber spekulativen oder Blocker-Händen betont. Die praktische Schlussfolgerung: Kleine Sizings und gute Position ziehen dich zu linear; große Sizings und Out-of-Position-Druck ziehen dich zu polarized.

Example

BTN vs CO Open, 100bb. Eine lineare 3-bet auf ≈3× umfasst Value (QQ+, AK), plus dominierenden Value wie AQs, AJs, KQs und Paare bis ~88. Es gibt keine reinen Bluffs vom Typ A5s – in Position würdest du deine spekulativen Hände lieber flashen, als sie in Bluffs zu verwandeln, daher bleibt die 3-bet linear.